Die RUNDSCHAU verleiht in diesem Jahr zum ersten Mal den Mitarbeiter-Service Preis. In einer Serie stellen wir die Anwärter vor. Heute: Lutz Linke vom Tierschutzverein Cottbuse.V. – Tierheim Cottbus.

COTTBUS Wer das Cottbuser Tierheim am Großen Spreewehr betritt, wird sofort von Hundegebell willkommen geheißen. Zwischen 35 und 38 Hunden bietet es zurzeit ein Zuhause. Dazu kommen noch 140 bis 150 Katzen und unzählige Kleintiere, darunter Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel und sogar Chinchillas. Sie alle finden hier Zuflucht. Seit Mai 2014 engagiert sich Lutz Linke im Tierheim. Im selben Jahr wurde er zum Vorsitzenden des Tierschutzvereins gewählt. Und ist damit Teil des fünfköpfigen ehrenamtlichen Vorstandes. Mittlerweile hat er seine zweite Amtszeit angetreten. Als Vorsitzender übernimmt er die Aufgaben eines Tierheimleiters und das „täglich, unentgeltlich von Montag bis Freitag“, betont Jacqueline Wiesel. Sie ist ebenfalls Mitglied im Vorstand des Tierschutzvereins und hat den 62-Jährigen nominiert. Unter seiner Mitwirkung und Leitung konnten schon viele Bauvorhaben realisiert werden. „Ob es das Fällen von Bäumen nach dem Sturm ist, der Neubau des Hundehauses oder Verlegung von Heizungs- und Wasseranlagen“, führt Jacqueline Wiesel aus. Der ehemalige Bauleiter „kümmert sich um die Angebote der Firmen, handelt günstige Konditionen aus, arbeitet mit, überwacht und konzipiert die Bauarbeiten“, sagt sie. So entstanden unter anderem bereits ein neues Hundehaus, ein moderner Zwinger und ein komplett neuer Katzenpark. Das wäre so nur durch Fördermittel und die Spenden von Privatpersonen und Unternehmen sowie die Hilfe Ehrenamtlicher möglich gewesen, macht Lutz Linke deutlich. Er sei unglaublich stolz auf das, was sie schon gemeinsam erreicht haben. Es ist ihm wichtig zu betonen, dass jeder im Team – ob Tierpfleger, Ehrenamtlicher oder Vorstandsmitglied – den gleichen Anteil am positiven Image und Erscheinungsbild des Tierheims hat. „Wir wollen ein offenes Tierheim sein“, sagt Lutz Linke. „Die Menschen sollen sich von den guten Lebensumständen der Tiere überzeugen können.“ Diese Art der Kontrolle beruht auf Gegenseitigkeit. Bevor ein Hund in die Obhut eines neuen Besitzers gegeben wird, erfolgt ein ausgiebiges Kennenlernen. Ein erstes Beschnuppern findet beim gemeinsamen Gassi gehen statt. „Tier und Mensch müssen eine Einheit sein“, erklärt Lutz Linke. Außerdem führe man Vor- und manchmal sogar Nachkontrollen durch, um sicherzustellen, dass das Tier in ein angemessenes Umfeld kommt. „Er ist Tag und Nacht erreichbar und setzt sich für das Wohlergehen der Tierheimtiere ein“, sagt Jacqueline Wiesel über den 62-Jährigen. Lutz Linke hat 2013 selbst einen Hund aus dem Cottbuser Tierheim adoptiert. Von klein auf habe er ein gutes Verhältnis zu Tieren gehabt. In seiner Funktion als Vorsitzender des Tierschutzvereins kann er seine Tierliebe ausleben. „Wir behandeln die Tiere, als wären es unsere eigenen“, erzählt er. Natürlich laufe nicht immer alles nach Plan. Aber das sei wie im wahren Leben. „Mal gelingt etwas nicht, aber wenn etwas dann klappt, hat man nur Freude daran.“ Seine Arbeit schenke ihm jede Menge Glücksgefühle. Und auch wenn sie den Tieren ein schönes Zuhause im Tierheim geben, so seies doch oberstes Ziel, die Haustiere an liebevolle Frauchen und Herrchen zu vermitteln.