Ein Blick aus der Zukunft zurück: Wie Jugendliche das Jahr 2030 sehen

Ein Blick aus der Zukunft zurück: Wie Jugendliche das Jahr 2030 sehen

Im Rahmen des Projekts Zeitung in der Schule (Zisch) haben sich Spremberger Jugendliche unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie sie im Jahr 2030 leben.
Das Tagebuch – Isabell Kaps (17):
Wir schreiben das Jahr 2030, mein Name ist Katy, ich bin 16 und lebe in Deutschland. Vor ein paar Tagen fand ich ein Tagebuch von einer Vorfahrin mit Namen Meredith. Darin geht es um ihre Schulzeit im Jahr 2015. Ich konnte es nicht weglegen, es war so faszinierend.
26. Mai: Liebes Tagebuch, die Schule schafft mich, die ganzen Prüfungsvorbereitungen, der Unterricht und dann noch meine Freunde. Zur Schule bin ich heute mit dem Rad gefahren, da der Bus ausgefallen ist. Ich hatte sechs Stunden Zeit: Deutsch, Englisch, Mathe, Physik, Musik und Sport. Nach dem Unterricht sind ein paar Freunde mit zu mir gekommen. Wir erledigten unsere Hausaufgaben und zogen danach los, um ein paar Freunde in einem Café zu treffen. Am Abend lernte ich noch für eine Arbeit (…)
Zur Schule komme ich zwar auch mit dem Rad, aber aus anderen Einträgen weiß ich, dass sie Kreidetafeln hatten und auf Papier schrieben. Wir dagegen haben Computertafeln und arbeiten auf Tablets. Wir haben zwar ähnliche Fächer, aber unsere Hausaufgaben und das Treffen mit Freunden laufen anders. Mithilfe des Emuspheare wird unser Bewusstsein in ein virtuelles Onlinegame transferiert. Dort erledigen wir unsere Hausaufgaben und treffen unsere Freunde. Natürlich treffen wir uns auch in der Realität, aber im Onlinegame kann man zusammen gegen virtuelle Monster oder gegen andere Spieler kämpfen. So wie Meredith es hatte, ist es sehr schwer vorstellbar. Das Emuspheare hat einiges erleichtert und irgendwann ist es möglich, sogar damit die Schule zu absolvieren.
Schule von 2030 – Alexandra Schröder, 15 Jahre:
Ich bin Emma, 15 Jahre alt und lebe im Jahr 2030. Es ist 5.45 Uhr und es ist Zeit zum Aufstehen. Wie jeden Tag fahre ich mit unserem Auto zur Schule. (…) Es sieht aus wie eine fliegende Untertasse. An unserer Schule gibt es nur noch zehn Lehrer bei 300 Schülern, denn wir haben sogenannten Teilunterricht. Das heißt, jeder Lehrer hat 30 Schüler. Begabte Schüler können ihren Unterricht alleine gestalten. Es gibt keine Bücher aus Papier oder Papier, wo man drauf schreibt. Dafür gibt es Laptops, Smartwatches, Tablets und Iniomor. Iniomor dient dazu, Schülern zu helfen, sich mit anderen zu verständigen, die taubstumm sind. Iniomor gibt es an jeder Schule, sofern es noch andere Schulen gibt. Denn die meisten Schüler/Kinder bringen sich alle selbst zu Hause etwas bei. Diejenigen, die sich Schulbildung leisten können, haben Chancen auf einen Studienplatz. Die erste Stunde beginnt um 6.10 Uhr. Wir nehmen unsere Plätze ein und schauen uns gleich die neuen Aufgaben an, die wir im Unterricht behandeln. Erste Stunde haben wir Mathematik. Wir berechnen das Weltall nach neuesten Formeln und schreiben viele schwierige Tests. Wir dürfen selber Experimente machen, die gefährlich sind oder auch Expeditionen zu gefährlichen Orten machen, damit wir es besser verstehen. Unsere Schulfächer sind Kampfsport, Deutsch, Mathe, Englisch, Chinesisch, Geschichte und Naturwissenschaften zum "Anfassen". Diesen Quatsch wie LER, Politische Bildung und Musik gibt es nicht mehr. Im Grunde genommen haben wir nur noch elektronische Sachen, einen viel besseren Unterricht und ein allgemein besseres Leben.
School in the future – Winnie Korn, 10d:
Stellen wir uns einmal vor, wir leben im 25. Jahrhundert. Es gibt fliegende Autos, Roboterhunde und das Dublizieren von Menschen ist auch keine Seltenheit mehr. Wie sieht dann der Schulalltag aus? Wahrscheinlich gibt es dann Fächer wie "Roboter bauen", "Wie kämpfe ich gegen ein Alien?" oder "Wie rufe ich um Hilfe, wenn mein Raumschiff im All den Geist aufgibt?". Unwahrscheinlich? Ich denke nicht.
Die Kinder werden von Robotern unterrichtet, die keine Gefühle zeigen und erst recht keine Gnade kennen. Jeder zweite Schüler strebt an, Astronaut zu werden oder Weltraumtechniker. Das Mittagessen besteht aus konservierter Nahrung, die die nächsten fünf Generationen überdauern würde, und die Kommunikation geht nur noch über winzige Computer, die jeder im Kopf hat. Man braucht sein Zimmer eigentlich nie zu verlassen.
Zukunftsgedanken kann man sich viele machen, aber wie es am Ende aussehen wird, weiß keiner. Im Film "Zurück in die Zukunft" war man der Meinung, dass wir im Jahr 2015 fliegende Autos haben. Wie man sieht, ist es nicht so. Wie wird es aussehen? Ist das Schulsystem in 400 Jahren schon so weit, dass wir es uns noch gar nicht vorstellen können? Oder sieht immer noch alles aus wie jetzt? Wer weiß das schon . . .

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