Trostspender, Stressbewältiger, Zuhörer – wer ein Haustier besitzt, lernt meist zu schätzen, was für ein Multitalent im kleinen Liebling schlummert. Auch in der Medizin und der Altenpflege werden Tiere immer häufiger als Co-Therapeuten eingesetzt. Meist mit erstaunlicher Wirkung.

Tierbesuche in Kindergärten, Schulen, Kliniken und Altenheimen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. So blühen etwa Heimbewohner und Kindergartenkinder auf, wenn sie sich um andere Lebewesen kümmern, sie füttern, streicheln und mit ihnen reden. Patienten in Krankenhäusern werden durch die Lebensfreude, die die Tiere schenken, von ihrem Schmerz und ihrer Einsamkeit abgelenkt. Kinder, die eine Reittherapie machen, machen in der Regel schneller Fortschritte, da sie motivierter sind, als bei einer normalen Physiotherapie. Und selbst bei Wachkomapatienten ist zu beobachten, wie sie sich durch die Interaktion mit Hunden entspannen.

Erste Forschungen bestätigen positive Wirkung

Die wissenschaftliche Forschung zu dem Thema steckt noch in den Kinderschuhen, so dass die positiven Einflüsse der Tiertherapeuten auf ihr Gegenüber in der Regel noch nicht bewiesen sind, einige Erkenntnisse aus bestehenden Studien konnten allerdings schon gewonnen werden. So ist bereits wissenschaftlich bewiesen, dass Heimtierbesitzer seltener zum Arzt gehen, Besuchshunde postoperative Schmerzen und emotionalen Stress lindern und die Einbindung von tierischen Helfern  in die psychotherapeutische Arbeit zwischen Patient und Arzt bzw. Therapeut fördert.